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Bericht vom 1. CAMTA Meeting in London


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Liebe KollegInnen der MUG-D,

da ich die Gelegenheit hatte, am diesjährigen Meeting unserer britischen Freunde teilzunehmen, möchte ich Ihnen/Euch einen Bericht darüber nicht vorenthalten, vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass es jede Menge interessante News gab.

Wer sich fragt, Was ist denn "CAMTA"? , der hat den kürzlichen Wechsel der Identität der MTA UK&I verpasst. "CAMTA" steht für "Caché und M Technology Association" und soll dem Wechsel der Marktanteile bei der Nutzung der M-Technologie zugunsten von Caché Rechnung tragen. Das ging einher mit einem neuen Webauftritt (http://www.camta.net, nicht http://www.camta.org wie man meinen könnte :), der sich vor allem durch hervorragende Optik und auffällige Inhaltsleere auszeichnet (alle sinnvollen Infos, insbesondere die on-line-Zeitschrift, der Newsletter und die Beiträge der Meetings) sind leider nur Mitgliedern zugänglich.

Das Meeting fand am Mittwoch, den 20.11.2002, ab 14 Uhr in den honorigen Hallen des "Old Session Houses" in Clerkwell Green, London, statt. Es wurde wie immer großzügig von InterSystems Corp. (ISC) gesponsort, so dass es kein Problem war, den Ausführungen von Peter Cooper (XIS Ltd., bei einer vorhergehenden Sitzung, siehe hier) über die Zusammenhänge zwischen Bier und SOAP-Services am praktischen Beispiel zu folgen - das natürlich erst in den Abendstunden, vorangehend war ein voll gepacktes und höchst informatives Programm, hier die Highlights:

  1. Begrüßung durch den Chairman Ravi Bhatt
  2. Peter Harris, ISC UK: ".NET and Object Persistence"
  3. Peter nutzte zuerst die Gelegenheit, um das starke Wachstum von ISC (in 2002 > 20%, wohingegen die meisten anderen IT companies rote Zahlen schreiben) hervorzuheben. Er führte weiter aus, dass das JAVA-Segment derzeit das am stärksten wachsende im IT-Markt sei - gemäß den Beobachtung von ISC anhand der Kundennachfragen -, stellt den JAVA/EJB/JDBC support in 5.0 bereits als sehr weitreichend und stabil dar, versprach aber einen nochmals deutlichen Sprung nach vorn mit der bereits in Arbeit befindlichen Caché-Version 5.1 (wer sich hier zu Recht fragt, wo denn 5.0 released version bleibt, dazu wie immer kein offizieller Kommentar außer dem sattsam bekannten Datum des Hochglanzprospekt-Releases per 23.09.2002. Wie man hörte, soll C5RC3 der letzte RC vor dem final release bleiben, und ISC rechnet immer noch für dieses Jahr damit. Die aktuellen Probleme damit sind ein kompletter re-write des ECP Protokolls und andauernde Probleme im SOAP/WSDL-Interface). Nichtsdestotrotz ist derzeit der Zugriff via COM-Objekten und VB nach wie vor noch der am stärksten benutzte, wobei eine Veränderung zugunsten der erstgenannten JAVA-Technik bereits für 2003 von ISC erwartet wird. Eine ähnliche Verschiebung beobachtet ISC auch im Bereich der Web-Services, CORBA und JAVA-RMIs werden zunehmend durch die weitaus intuitiveren und standardisierten, wie auch plattformunabhängigen SOAP/WSDL-Techniken ersetzt und weiterhin ersetzt werden.

    .NET charakterisierte Peter zuallererst als eine "Marketing-Aktion" ("marketing ploy") von Microsoft, da derzeit alle Techniken des Hauses mit diesem Zusatz versehen würden (obwohl, ich habe noch nichts von DOS - .NET gehört :-). Nichtsdestotrotz handelt es sich dabei zwar um eine "evolving technique" (der aufmerksame Leser von Newslettern weiss, dass damit Hersteller das Noch-Nicht-funktionieren in weiten Teilen des besprochenen Themengebietes umschreiben), aber mit unglaublichen Möglichkeiten auf dem Gebiet der "Web-connectivity". Es ist damit möglich, so gut wie alle derzeit am Markt befindlichen Techniken und Services miteinander zu verbinden. Er ging kurz auf die Möglichkeiten der neuen Programmiersprachen von Microsoft, C# und J# (sprich "Tsieh-Schark" und "Dscheyh-Schark"), ein, um anschließend die erheblichen Vorteile gegenüber einer reinen SQL-Lösung aufzuzeigen. Wer .NET sagt, meint damit untrennbar auch XML, SOAP, WSDL, dies sind die Techniken, durch die .NET lebt. Und - Microsoft öffnet sich standards, connectivity, interoperability, bis vor wenigen Jahren noch völlig undenkbar.

    Zum Schluß ging er noch auf die schon weitgehend bekannten Goodies von Caché 5 ein. Erwähnenswert die Integration von CSP neben Dreamweaver nun auch mit Frontpage (das muß man ja nicht nutzen ...), jede Menge neue CSP Tags, und endlich Datenbanken in vernünftigen Dimensionen (1 volume kann max. 32 TB haben, maximal 16.000 volumes pro Datenbank sind nunmehr möglich, macht 512 PB, doch schon recht ordentlich, braucht man nur noch die entsprechenden Speichermedien ...)

  4. Stephen Turner, Microsoft UK: "Microsoft .NET - a developers perspective"
  5. Hier ist zunächst der unglaubliche Enthusiasmus, die Begeisterung, aber auch die weit überdurchschnittliche Fachkompetenz des Vortragenden, eines langjährigen Senior-Entwicklers sehr vieler Microsoft-Kerntechniken, erwähnenswert. Hätte er Lizenzen verkauft, ich glaube, er wäre Dutzende losgeworden ... Undenkbar vor Jahren auch das ganz starke Commitment zu Standards (weltweiten, nicht Microsoft-geschaffenen!), Austauschbarkeit und Interoperabilität, völlig neue Töne aus dem Hause Microsoft also, aber offenbar Ausdruck einer gewandelten Geschäftspolitik - oder doch nur einer gewandelten öffentlichkeitsarbeit? Man wird sehen ...

    Stephen führte zunächst aus, dass Microsoft derzeit - neben IBM und BEA - eindeutiger Marktführer im Web-Services-Geschäft sei, wohingegen Firmen wie Sun eher zu spät auf den Zug aufsprangen und nun abgeschlagen unter "ferner liefen" rangieren. Er stellte die Vorteile von .NET insbesondere im Bereich "re-usability of code" (also Wiederverwendbarkeit der bereits vorhandenen Programme) und SDD (simple development deployment) sowie UDDI (universal description deployment interface, siehe auch http://www.ws-i.org) heraus. Fat Clients (also herkömmliche PCs) stempelte er als "völlig outdated" ab, insbesondere aufgrund der sogenannten DLL-hell (wer hat die denn erfunden? hmmm...), die Zukunft gehöre nur noch den "Thin clients", wie z.B. Application servern mit dünnen Endgeräten, Table tops, Palms, WAP-Handys, Kühlschränken, Fernsehern, etc.pp.

    Den Programmierer wird es freuen, dass er mit fast jeder aktuellen Programmiersprache dieser Welt an .NET teilnehmen kann, als derzeit voll unterstützt erwähnt wurden von ihm C++, J++, C#, J#, Java, Python und -das ist kein Witz!- COBOL. Darunter liegt dann eine CLR (common language runtime), die eine gemeinsame Ausführung all der genannten Sprachen garantiert, dies kann man sich analog einer JAVA virtual machine vorstellen.

    Die anschließende Demo war atemberaubend, wie das bei solchen Demos ja auch meist zu sein pflegt. Innerhalb von 20 Minuten verband er live(!!) 2 Tabellen (Titel/Bücher und deren Verlage) aus 2 architektonisch völlig verschiedenen SQL-Datenquellen/-banken miteinander, baute ein Web- und(!!) ein VB-Interface zur filterbaren Anzeige und zum Update(!!) dieser Daten, und führte es absturzfrei funktionierend vor. Als Abfallprodukt dabei entstand auch ein komplettes WSDL dieses Services, so dass zugleich ein SOAP-Service verfügbar wurde, ebenso eine Test-HTML-Seite für den Programmierer. In diesem Zusammenhang sollte man sich die Dateiendung .ASMX merken, sie steht für .NET service executables. Dieses Tool sollte man wirklich im Auge behalten, wenn es denn demnächst auf dem Markt erscheinen wird: "Visual Studio Professional .NET".

    Wobei, "demnächst" ist im Sprachgebrauch analog ISC zu verstehen, das Produkt war angekündigt für Mitte 2002, dann Ende 2002, und derzeit - per Stand 11/2002 - ist von 04/2003 die Rede. Das gehört wohl mittlerweile zum guten Ton bei größeren IT-Unternehmen, an den wir Programmierer uns wohl werden gewöhnen müssen. Vielleicht war auch dieses Verhalten gemeint, als Terry Ragon vor nunmehr 4 Jahren von einer immer weitergehenden Annäherung von ISC an die Marktführer mit dem Endziel, diese Marktführerschaft selbst zu übernehmen, sprach ...

    Zum Schluß noch ein running Gag aus der Entwicklungsabteilung: Stephen zog am Screen seines Laptops, klappte ihn um 180 herum, und hatte plötzlich ein voll funktionierendes Table Top in seinen Händen. Hierauf lief WINXP-Pro und öffnete mittels "One note" ein Formular. Mit seiner ganz normalen Handschrift (einer Sauklaue, die ärzte vor Neid erblassen ließe) schrieb er einen längeren Bericht, drückte den "SUBMIT" Button, und der Text erschien fast fehlerfrei als ASCII-Text im Formular! Dann setzte er noch einen drauf, und sprach dasselbe in sein Headset. Wiederum erschien der Text - diesmal exakt - fehlerfrei im Display. Wenn das nicht ein vorgefertigter Türke war, dann war es ein eindrucksvoller Blick in die Zukunft der Computerinterface! Verfügbarkeit laut Microsoft: Ende 2002.

  6. Simon Holloway, Holloway Consulting, bis vor wenigen Tagen noch Sun Microsystems: "Implementing Web Services in a SunONE environment"
  7. Hier muß ich zugeben, dass ich dem Redner aufgrund seiner nuscheligen Aussprache leider nicht folgen konnte. Es schien jedoch ein ganz witziger Vortrag zu sein, der jedoch jeglichen technischen Aspeckt vermissen ließ, weswegen ich ihn als Programmierer auch nicht weiter würdigen möchte.

  8. Rob Tweed, M/Gateway developments: "eXtc: Providing and Consuming Web Services in Caché Applications"
  9. Dieser Vortrag war unzweifelhaft der Höhepunkt des Nachmittags, vor allem, da viele schon vorher wußten, dass Rob eine Riesenüberraschung präsentieren wollte, aber keiner im Voraus wußte, welche. Wer Rob nicht kennt, es ist einer der beiden Autoren von Weblink, Weblink Developer und ein entscheidender Kontributor zu CSP.

    Rob gab zunächst seinen Bedenken Ausdruck, der Grund von Programmierer-Ekstasen zu sein (der Produktname eXtc spricht sich im englischen wie "Ekstase" aus, ein jedoch offenbar gewollter Effekt), und bat darum, das nur rein technologisch zu tun. Nichtsdestotrotz ist sein Tool "eXtc" schon für einige programmatische Ekstasen gut. Er kündigte ein neues Release für C5RC3 an (ist inzwischen online verfügbar, siehe http://www.mgateway.com). Wie auf dem Meeting von Mike Fuller (ISC UK) zu erfahren war, wird es definitiv keinen SOAP-Client in C5.0 geben, wenn überhaupt, dann erst in C5.1. Hier ist Rob etwa 2 Jahre voraus, er hat bereits einen sehr gut arbeitenden SOAP-Server und(!) -Client verfügbar, jedoch bisher leider nur für die Plattformen Caché 5.x und Caché 4.x, woran er auch nichts ändern wolle. Zur Begründung führte er die den anderen M-Implementationen bisher fehlende Möglichkeit der Labels und Variablennamen bis 31 Byte an, sprach aber zugleich - nach einem Seitenblick aufs Podium - von einer "politisch korrekten Formulierung" anstelle einer "technischen Begründung", die es ja eigentlich zu sein vorgibt. Hier darf also spekuliert werden, ob ISC nicht doch schon recht bald einen arbeitsfähigen SOAP-Client haben wird, auf demselben Weg, wie WL und WLD ins Portofolio kamen ...

    Weiterhin kündigte er die baldige on-line-Verfügbarkeit eines WSDL-Validators (sprich: "wisdel") an (ist seit dem 21.11.2002 bei ihm online), der alle Tests aus Xmethods.net bestünde und deutlicher besser als etwa lineare Parser wie Xerces arbeiteten. Im Unterschied zu diesen nutzt er nämlich eine komplette native DOM-Implementation in M-Globals, die wie eine vom W3C geforderte in-memory-Implementation arbeiten und somit nicht nur das einmalige top-to-bottom-Parsing erlauben, sondern auch rekursive Strukturen und beliebig komplexe WSDL-Strukturen parsen und testen können (2 MB seien kein Problem, größere WSDLs sind bisher nicht aufgetaucht. Anm.d.A.: vermutlich weil die Deutschen und insbesondere der Buchhandel diese Spielwiese noch nicht für sich entdeckt haben...).

    Und zum Schluß die von ihm sogenannte Weihnachtsüberraschung: eine native M-Anbindung an PHP zur persistenten Speicherung der dort nur für die Dauer einer Sitzung vorhandenen Arrays, es sei denn, man will sich durch die Irrungen und Wirrungen des SQL-Mappings und einer ODBC-Anbindung an eine Datenbank kämpfen. Dieses IF ist einfach, stabil und funktional (Download auch am o.g. Ort, 2.7 MB). Leider ist auch hier bisher nur eine Caché-Version verfügbar, obwohl das Readme nur den Terminus "MUMPS" im Worte führt. Auch hier darf über den Verbleib dieses Tools derzeit wild spekuliert werden.

    Das Tool heißt "m_php" und ist als single-user kostenlos, ansonsten wird einmalig 50,- EPF fällig.

  10. Networking und Conclusion
  11. Danach kam nur noch der offizielle Teil für CAMTA Mitglieder (die AGM) und der weitaus weniger trockene Abendausklang bei Bier, Wein und leckerem Gesottenem (nochmals großer Dank an ISC!), verbunden mit jeder Menge interessanter Gespräche mit den ca. 70 Teilnehmern (übrigens wie beim Deutschen Meeting erstaunlich viele und erstaunlich viel neue Gesichter) und vielen Laptop-Demos aktueller Produktneuheiten der anwesenden Firmen und Firmeninhaber.

    Alles in allem eine sehr gelungene, sehenswerte und informative Veranstaltung, die noch dazu offen für jedermann ist (auch nicht CAMTA-Mitglieder werden immer herzlich willkommen geheißen). Ich war leider der einzige deutsche Vertreter da, was bei den aktuellen Flugpreisen ab 2 € nach London (ich flog zum Beispiel für 67 € und buchte erst 10 Tage vorher) doch eher erstaunlich ist. Vielleicht sind wir ja beim nächsten Mal mehr?

Mit freundlichen Grüßen vom Niederrhein
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Mario Ludwig
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